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.Keine Ruhe den Gottlosen - Max

Keine Ruhe den Gottlosen - Max

Wenn man samstags und sonntags arbeiten muss, hat man kaum Zeit, Berlins riesiges Nightlife-Angebot auszunutzen. Aber wenn die zweite europäische Clubnacht in 34 verschiedenen Berliner Clubs an einem Abend stattfindet, muss man irgendwie mindestens eine Party hineinzwängen. Aber wo?– die Qual der Wahl kann einen schon einfrieren. Zum Glück wurde mir diese Entscheidung abgenommen, ein Freund schrieb mir per SMS: Ich gehe heute Abend ins Lido, kommst Du mit…?

Ich schaute mal im Internet, was an diesem Abend im Lido ging – ein Konzert von zwei englischen Bands deren Namen ich zwar schon kannte, die ich aber noch nie live gesehen hatte, und danach eine Karrera Club Party. Dazu gab es einen Platz auf der Gästeliste für mich. Die einzige Bedingung: heute Abend bin ich Marcus, nur für die Gästeliste. OK, überredet. „Wir sehen uns dort, Marcus.“

Ich fuhr allein hin, wurde aber in der U-Bahn von den Massen der Nachtschwärmer und meiner Flasche Bier begleitet bis ich zufällig auf dem Weg ein paar Freunde traf. „Na, wo gehst Du hin? Lido. Wir auch!“ Ich sagte der Frau an der Abendkasse mein Synonym mit meinem besten deutschen Akzent und kam umsonst rein. Gut, dass ich meine Freunde zufällig getroffen hatte, denn mein Kumpel war nirgendwo zu sehen... Nach dem ersten Band Get Cape. Wear Cape. Fly – ein junger Sänger und seine Band aus England, bekam ich einen Anruf: Ich bin backstage mit der Band, komm.

Ich traf ihn also backstage mit Art Brut, dem „Main Act“ des Abends, die schon vorglühten bevor sie auf die Bühne gingen. Die Band kommt aus London aber spielt angeblich ganz gerne vor einem deutschen Publikum und kommt so oft wie möglich nach Berlin. Ich quatschte mit dem Gitaristen über Bristol, meine Heimatstadt, die er auch häufig besucht, und wie „cool“ Berlin ist. Wie viele Engländer, waren er und die anderen sehr beeindruckt von der einzigartigen Lebensweise dieser Stadt.

An ihrer Energie merkte ich, dass die Band sich in Deutschland offenbar wirklich zuhause fühlt. Ich fühlte mich auch zuhause, als ich den unverkennbaren London Akzent des Sängers hörte. Selten, dachte ich, sieht man ein Frontsänger, der so engagiert ist, und vor allem so witzig. Nach dem Konzert hingen wir weiter mit der Band herum, die, wie ich, auch am Sonntag arbeiten mussten. Auch der Rock’n’roll Lebensstil hat manchmal seine Sperrstunden. Um 5 Uhr ging ich, zufrieden mit meinem Abend ins Bett, und wachte 4 Stunden später mit Sonne, und komischerweise ohne Kater auf. Endlich, ich dachte der Frühling kommt gar nicht mehr.

Weitere Blogs und Artikeln von Max:
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Zwei ungleiche Städte
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Eingetragen von Maximillian am 29.04.2008 | 10:04 Uhr.

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