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.Gute Seiten, schlechte Seiten - Max

Gute Seiten, schlechte Seiten - Max

Die Hauptstadt von Deutschland bietet schon lange eine weltklasse Auswahl an Konzert- und Live-Musik- Locations, und ab September gibt’s eine neue, und zwar eine größe, wenn die riesige 02 World Arena zwischen Ostbahnhof und Warschauerstrasse ihre Türen eröffnet und lädt bis zu 17.000 Besuchern zu Konzerten und Sport-Events ein. Bis dahin gibt’s aber eine Menge Clubs, Hallen und auch kleine Bühnen, die regelmäßig alles Mögliche veranstalten, sei es einheimischen Country in White Trash oder DJ Bobo vor seinem Gefolge in der Max-Schmelling Halle, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Viele internationale Musiker planen hier einen Stopp, wenn sie auf Tournee gehen, man muss nur auf den Myspace-Seiten der Künstler schauen um zu sehen, wie häufig Berlin als Spielort auftaucht. Bei so vielen Möglichkeiten und Locations für Gigs kann man sich nicht immer fürs Beste entscheiden: manchmal, wenn man in den Live-Tour Apfel beißt, findet man einen Wurm darin. In der letzten und vorletzten Woche durfte ich Zeuge beider Fälle werden:

Mark Ronson and the Version Players
13.05.08 21:00
Fritzclub am Ostbahnhof, Friedrichshain


Unter den verschiedenen Musikern, die schon im Mai auf Berliner Bühnen aufgetreten sind, ist der britisch/amerikanische mehrfach-talentierte Mark Ronson. Berühmt nicht nur für sein Cover Album „Version“, ist der 32 jährige auch für viele Hits des letzten Jahrzehnts zuständig, und ist neben Timbaland, einer der momentan begehrtesten Produzenten.

Live ist er selbst „centre stage“ und spielt bei seinen ganzen Cover Songs Gitarre und Bass, während sich verschiedene Protagonisten am Mikrofon abwechseln. Leider treten nicht Amy Winehouse und http://www.myspace.com/daptonerecords>The Dap Kings auf, deren Musik er produzierte, er wird von einer Meute weniger bekannten aber aufstrebenden Sänger und Rapper begleitet.

Mir gefällt besonders das von Tawiah gesungene Cover von „Valerie“ (ursprünglich von „The Zutons“, gesungen aber von Amy Winehouse auf ihrem Album „Version“). Ich hatte große Erwartungen, denn ich liebe diesen Song, und sie wurde ihm gerecht. Und das ehemalige Model Ronson, behält trotz seinem angetrunkenen Zustand mit schiefem Kopf und schweren Lidern Präsenz, und hebt das Talent seiner Kollegen hervor. Eine Frage habe ich aber an Dich, Ronson: Warum ist jedes zweite Wort „fucking“ wenn Du mit dem Publikum redest? Es wirkt gar nicht so cool, und zerstört Dein gepflegtes Image.


Sam Sparro
21.05.08 20:00
103 Club, Kreuzberg


Das Sam Sparro Konzert ist ein anderes Paar Schuhe. Große Erwartungen wurden nicht erfüllt und die Nacht ging von Anfang an in die Hose. Verschiedene Plakate beschrieben den 23 jährigen Sänger als „Marvin Gaye trifft LCD Soundsystem“ – ich war gespannt auf seine Soul/Elektro Mischung. Auf der Plakat stand auch: „Beginn pünktlich 20:00Uhr“ (es wurde von Fritzradio Live mitgeschnitten), also standen wir um viertel vor, wie bestellt und nicht abgeholt, im leeren 103 Club, den ich sonst nur gegen 5Uhr morgens voll gepackt mit Nachtschwärmer kenne. Erst dann wurde uns klar, dass wohl eigentlich erst um 21h losgeht. Na toll.

Wir gingen noch mal raus in eine Bar nebenan, wo das Champions League Finale auf einem kleinen Fernseher gezeigt wurde, und hatten wenigstens die Gelegenheit die zwei Tore zu sehen, bevor wir wieder in den 103 rein gingen und das Konzert endlich anfing. Als ich vor der Tür stand, wurde ich von einer Taube angekackt. Es hat mir aber leider kein Glück gebracht: ein richtiges „Konzert“ war es auch nicht.

Der über-trendy Sparro tauchte nur ganz kurz in T-shirt-Kleid und bunten Strampelhosen auf, sang sein berühmtestes Lied, „Black and Gold“, und dann ein zweites, bevor er wieder verschwand. Es war knapp halb zehn und schon vorbei. Ich wünschte, ich hätte einfach das Fußballspiel mit Freunden in einer Bar geguckt, da wäre wenigstens eine Performance gewesen.

Weitere Blogs und Artikeln von Max:
Keine Ruhe den Gottlosen
Ain't no Sunshine
Osterspaziergang und Schnee
Ein aufkommender Star: Justin Nozuka
Die Berlinale
Zwei ungleiche Städte
Bin ich ein Berliner?

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Eingetragen von Maximillian am 29.05.2008 | 18:05 Uhr.

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