.Berlin Flashback - Guy
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Nach vier vollgepackten Monaten bei Bartime hier in Berlin, muss ich mich heute um 18.00 Uhr verabschieden. Keine Barkultur, Blogs oder Musikstile mehr. Es ist auf jeden Fall ein trauriger Tag…
Trotzdem wollte ich als meinen letzten Blog eins kurzes „Flashback“ meiner Zeit hier in Berlin geben. Was hat mir besonders gefallen? Was würde ich auf jeden Fall empfehlen?
Am Anfang meines Praktikums - und zwar in meinem ersten Blog habe ich gesagt: „Man muss sich daran gewöhnen, außergewöhnliche Dinge zu erleben; und immer anpassungsfähig bleiben“. Bin ich jetzt anpassungsfähiger als zuvor? Was für „außergewöhnliche Dinge“ habe ich hier erlebt?
In Third Place…
Die „Benin“ Ausstellung beim Berliner Ethnologischen Museum war für mich ein riesiger Erfolg. Im Süd-Westen in der Nähe der Freien Universität Berlin, liegt das Museum weit von der Stadtmitte entfernt (U-Bahn Dahlem Dorf). Jedoch lohnt es sich auf jeden Fall – nicht nur für die Benin Ausstellung - sondern für die tollen Ausstellungen der Südsee und Mayakultur. Mit riesig großen Skulpturen, Waffen und Artefakten aus Afrika, Südamerika und der Südsee ist dieses Museum durchaus zu empfehlen.
In Second Place…
Techno und Elektro Musik ist überhaupt nicht mein Ding. Seitdem ich in Berlin angekommen bin, hab’ ich mich tausendmal darüber beschwert. Ich finde, es ist ein oft wiederholender und nichts sagender Musikstil – und obwohl Berlin einer der Hauptstädte dieses Genres ist, habe ich oft Clubs unzufrieden verlassen. Trotzdem: einmal wurde ich völlig von Elektro-Musik überzeugt. Nach einem Picknick im Tiergarten und ein paar Trinkspielen bin ich mit Besuchern aus England an einem schönen Sonntag Abend ins Weekend gegangen. Dort war die Stimmung ganz freundlich und lebendig, und obwohl die Getränke sehr teuer waren, hat die Mucke alles aufgeholt. Diesmal war die Musik voller Charakter und ich habe bis früh am Montag getanzt. Zum ersten Mal habe ich einen Berliner Techno-Club zufrieden verlassen.
And the Winner is…
Wie ich vorletzte Woche erzählt habe, war der Berliner Karneval der Kulturen für mich eine wunderschöne Überraschung. Ich dachte, dass ich kein Karneval-Typ wäre – jetzt habe ich eine neue Liebe gefunden. Tänzer, Musik und Kultur aus unter anderem Brasilien, Thailand und Ghana haben dazu beigetragen, aus dem Berliner Karneval einen geilen Abend zu machen. Mithilfe leckerer Cocktails und Wagen aus unterschiedlichen Berliner Clubs, die laut Musik spielten, sind die Kreuzberger Straßen zur großen Tanzfläche geworden. Ich bin ein weiteres Mal untergetaucht inmitten der Berliner Nachtleben-Szene, die etwas ganz Neues für mich war.
Also alles in allem: wie war meine Zeit in Berlin? Es war deutlich sehr gut. Ich muss zugeben, dass, obwohl ich nicht völlig für Berlin geeignet bin, meine Zeit in Berlin mir viel Spaß gemacht hat. Techno, Illegale Parties und ein solch entspanntes Leben sind nicht unbedingt meine Lieblingsdinge – aber nach vier Monaten in Berlin bin ich zu allem bereit. Zum Schluss: in Berlin habe ich viele außergewöhnliche Dinge erlebt und musste immer anpassungsfähig bleiben. Ich muss mich beim Bartime Team für vieles bedanken.
Ich hätte viel mehr außergewöhnliche Geschichten von meiner Zeit hier in Berlin erzählen können – es waren vier tolle Monate – aber jetzt ist’s viertel nach fünf – und ich muss los!
Eingetragen von GBurkitt am 30.05.2008 | 17:05 Uhr.













