.Philipp Weber: Futter
Der studierte Biologe und Chemiker ist bekannt für seine satirischen und anspruchsvollen Texte. Auf der Bühne als dynamischer (Zappel-) Philipp zu sehen, reizt er die Lachmuskeln seines Publikums vollständig aus und lässt auch den ernstesten Zuschauer vor Lachen in Tränen ausbrechen. Zurecht wurde er 2009 mit dem Bayerischen Kabarettpreis und 2010 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet.
In seinem aktuellen Programm mit dem zunächst unscheinbaren Titel "Futter", dringt bei Weber abermals, wie durch ein Leck ein schier unendlich erscheinender Redefluss ungefiltert und mit allen noch so haarsträubenden Details, ans Publikum. Er nimmt dabei alle Essgewohnheiten aufs Korn. Wussten Sie
zum Beispiel, dass Teile des Meeresfrüchtesalats aus Schweineknorpeln bestehen, die zuvor in Salzsäure gekocht wurden? Nein? Wenn das schon schockiert, dann sollte besser kein genauerer Blick auf die Tütensuppe riskiert werden.
Auch auf die derzeit sehr angesagten Bio-Produkte scheint Weber nicht gut zu sprechen zu sein und lenkt den Blick humorvoll vor allem auf die politischen und klimatechnischen Aspekte. In Rage über neu-modische Trends wie etwa "Shushi to go", also roher Fisch als Delikatesse, stampft Weber auch manches Mal schnaubend wie Rumpelstiltzchen über die Bühne. Denn er isst nicht spanisch, asiatisch oder indisch, vielmehr appelliert er an die Bewahrung der deutschen Esskultur, denn schließlich sei die deutsche Küche wie guter Sex: dreckig und verboten.
Philipp Webers Programm ist in jedem Fall ein Besuch wert. Er fühlt sich auf den Kabarettbühnen zu Hause, füllt keine Stadions, dafür die Wissenslücken so mancher Zuschauer. Der Querdenker wird von der Presse gelobt und überzeugt erneut mit intelligenter und cleverer Satire.
© Inka Meyer
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http://www.weberphilipp.de
Eingetragen von Bartime.de am 05.08.2011.
Letzte Aktualisierung: 14.05.2012.
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